Rheumatologie

Rheuma, was ist das?        - Seite in Bearbeitung -

Rheuma tritt in unterschiedlichsten Formen auf. Über 100 verschiedene Krankheitsbilder sind heute bekannt. Allen gemeinsam ist ein typischer "fließender" Schmerz.

Woran erkenne ich eine insbesondere entzündliche rheumatische Erkrankung?

Der Körper reagiert im Rahmen rheumatischer Erkrankungen oft in einem ähnlichen Muster. Der betroffene Bereich entzündet und erwärmt sich. Dann folgen Schmerzen und das betroffene Gelenk ist nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Typischerweise kann man in vielen Fällen eine über 1 Stunde andauernde Morgensteifigkeit der betroffenen Gelenke beobachten. Die Entzündung ist nicht primär negativ zu sehen, sie ist ein Ausdruck der Abwehr unseres Immunsystems. Viele lokal und systemisch wirkende Botenstoffe (Zytokine, Komplementfaktoren, TNF-a, IL2, IL6, usw.) sind neben zellulären Interaktionen (z.B. durch regulatorische T-Zellen), daran beteilligt, die Homeostase unseres Immunsystems zu erhalten. Störungen in deren Zusammenspiel können Dysbalacen unserer körpereigenen Abwehr provozieren. Dadurch kann unser Immunsystem fehlgeleitet werden und sich gegen eigenes Gewebe richten.

Entscheidend ist, dass der Patient bereits im Frühstadium eines entzündlichen Prozesses der Erkrankung einen Rheumatologen aufsucht um bleibende Schäden zu verhindern oder hinauszuzögern. Hierbei stehen wir Ihnen mit unserer Arthritis-Früh-Sprechstunde gern zur Seite.

Welches sind die häufigsten rheumatischen Erkrankungen?

  • Entzündliche, systemische Erkrankungen
    Bei diesem rheumatischen Erkrankungsbild ist eine Früherkennung zur effektiven Behandlung erforderlich (Früherkennungssprechstunde). Derartige Erkrankungen können unbehandelt viele  Organge betreffen, wie die Blutgefäße, Muskulatur, Lunge, Nieren, Augen, Leber, Haut, das Herz oder den Magen-Darm-Trakt.
  • Rheumatoide Arthritis (Polyarthritis rheumatica)
  • Weichteilrheuma - Polymyalgia rheumatica, Polymyositis
    Im Rahmen dieser Krankheitsform sind primär die Muskeln und assoziiertes Bindegewebe betroffen. Sie geht oft mit Fieber und Schulterschmerzen einher und kann mit Gefäßenzündungen auftreten (Horten-Arteritis - Entzündung der Temporalarterien)
  • Morbus Bechterew - Spondylitis ancylosans
    Hierbei ist primär das Achsenskelett also die Wirbelsäule betroffen. Folgen können starke Bewegungseinschränkungen, Schmerzen sowie der für diese Erkrankung im Spätstadium typische Rundrücken sein.
  • Arthrosen (sind von entzündlich rheumatischen Erkrankungen abzugrenzen)
    Degenerative – meist altersbedingte – Verschleißerscheinungen, die aber auch in jungen Jahren durch z. B. Fehlbelastungen oder Überbeanspruchung entstehen können. Der im gesunden Zustand glatte Knorpel raut sich auf und degradiert, sodass die dämpfende und widerstandsveringernde Funktion verloren geht. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen sowie Deformationen können die Folge sein.

 

Welche Ursachen gibt es für Rheuma?

Derzeit gibt es zwar viele Anhaltspunkte bzgl. der Ursächlichkeit von rheumatischen Erkrankungen aber noch keine Beweise. Die Genese von rheumatoiden Erkrankungen scheint multifaktoriell zu sein. So spielen genetische Faktoren eine Rolle wie z.B. die Beschaffenheit von Oberflächenmolekülen auf Zellen des Immunsystems (HLA-B27,...) als auch exogene Faktoren wie Infektionen, die ebenfalls im Stande sind bei Prädisposition Autoimmunkrankheiten auszulösen. Im Allgemeinen führen intrinsische und extrinsische Faktoren zu einer Störung der Homeostase unseres Immunsystemes. 

 

Unsere modernen diagnostisch-therapeutischen Verfahren:

  • Diagnostische und therapeutische Gelenkpunktionen
  • Spezielle immunologische Laboruntersuchungen
  • Gelenk- und Weichteilsonographie
  • Hocheffiziente Medikation, individuell abgestimmt
  • Infusionen
  • Biologicals

Weitere Informationen zum Thema:
www.DGRH.de, www.Rheumanet.org, www.Deutsche-Rheumaliga.de